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November 2015

Neubau auf 1387 Metern Höhe: Ardex geht in die Luft

Eine Rast einlegen und die spektakuläre Aussicht genießen: Auf dem Weg zur Zugspitze ist die Höllentalangerhütte im Wettersteingebirge ein beliebter Bergsteigerstützpunkt. Doch nach fast 120 Jahren musste das auf 1387 Metern Höhe gelegene Gebäude abgerissen werden. Für den Ersatzbau waren die Anforderungen hoch – etwa moderne Bäder und eine Küche, die aktuelle Hygienestandards erfüllen. Auch die besondere Lage am Berg erforderte jahrelange Planung und umfangreiche Genehmigungen. Nach weit über tausend Materialtransporten per Helikopter und rund zehn Monaten effektiver Bauzeit wurde die neue Höllentalangerhütte im August 2015 eröffnet. Die exakte Zusammenarbeit der Gewerke und hochwertige Produkte von Ardex machten dies möglich.

Der Neubau der Höllentalangerhütte war eine Herausforderung für alle Beteiligten – auch für die Handwerker. Denn um auf die Baustelle zu gelangen, mussten die Mitarbeiter der Ceramika Fliesenhandel GmbH aus Feldafing am Starnberger See rund 1,5 Stunden „durch die ‚Hölle’ gehen“. So wird der einzige Weg nach oben, die Höllentalklamm, im Volksmund genannt. Eine befahrbare Straße gibt es nicht. „Um die Zeit für den Bau und nicht für den Weg zu nutzen, sind meine Leute die Woche über auf der Baustelle geblieben, und nur für die Wochenenden wieder ins Tal abgestiegen“, sagt Geschäftsführer Robert von Fintel. Auch der Transport des Materials war dadurch extrem aufwendig. „Alle Baumaterialien mussten mit dem Lkw über einen Forstweg und die berühmte Kandahar-Abfahrt von Garmisch zu einem Umschlagplatz gebracht werden. Von dort wurden sie dann mit dem Hubschrauber zur Hütte geflogen.“ Allein für die Fliesenarbeiten waren 23 Flüge erforderlich.

Hohe Anforderungen

Beim Bau der neuen Höllentalangerhütte musste der Bauherr – die Sektion München des Deutschen Alpenvereins DAV – aktuelle Anforderungen an Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Energieeffizienz, an Umwelt-, Brand- und Lawinenschutz beachten. „Umweltbelange gehen bei uns vor. Deshalb bauen wir in der Regel auch nicht neu, sondern modernisieren die vorhandenen Gebäude“, sagt Thomas Gesell, Hüttenbetreuer beim DAV. „Das war bei der über hundertjährigen Höllentalangerhütte jedoch nicht mehr möglich, weil sie zu marode war.“ Entstanden ist deshalb ein moderner Bau, der sich behutsam in die Landschaft einfügt und 106 Bergsteigern Übernachtungsmöglichkeiten bietet. 

Architekt Stephan Zehl entwarf eine ebenso funktionale wie ansprechende Hütte auf drei Etagen. Warmes Holz kombinierte er mit kühlem Stein, etwa die schlichten Feinsteinzeugfliesen in den Sanitäranlagen. Die Außenwände sind mit Lärchen-Schindeln bekleidet und im Untergeschossbereich mit einer strukturierten Sichtbetonoberfläche versehen. Bedeckt ist die Hütte von einem flachen Pultdach. Die hintere Fassade wurde aus Lawinenschutzgründen bis zum Hang aufgeschüttet. Für die nötige Aussteifung des Baus wurden das Untergeschoss sowie die Bodenplatte und die Stützwände im Erdgeschoss betoniert. Die Wände bestehen aus Holz, da jedes Bauteil mit dem Hubschrauber angeflogen werden musste. Klare Farben und Formen herrschen in der Hütte vor, nicht zuletzt in den Bädern und der Küche. 

Verarbeitung mit Ardex-Produkten

Mit den Fliesenarbeiten waren die sechs Ceramika-Mitarbeiter rund sechs Wochen beschäftigt. In der WC-Anlage kamen dabei anthrazitfarbene Feinsteinzeugfliesen im Format 30 x 30 cm zum Einsatz, in der Küche 20 x 20 cm große weiße Fliesen. Bei der Verarbeitung setzen von Fintel und sein Team auf Produkte von Ardex. „Wir arbeiten grundsätzlich mit diesen Produkten“, erklärt der Fliesenlegermeister.

Zunächst wurden Böden, Trockenbau- und Betonwände grundiert (Zementestrich und Trockenbauwände mit ARDEX P 51 Haft- und Grunddispersion, die Betonwände mit ARDEX P 4 Multifunktionsgrundierung) und anschließend mit ARDEX K 39 Reaktivierbare Bodenspachtelmasse bzw. ARDEX A 950 Flexspachtel ausgeglichen.

Dann verarbeiteten die Handwerker auf allen Böden und den Wänden in der Küche die ARDEX SK 100 W Dichtbahn. Sie gewährleistet eine gleichmäßige Schichtdicke, ist unempfindlich gegen Laugen und wirkt rissüberbrückend – und ist damit ideal für Bereiche, in denen es feucht werden kann. Zum Verkleben der Dichtbahn nutzte der Fachbetrieb den Dichtkleber ARDEX 7 + 8. Die Wände im Bad dichteten die Mitarbeiter von Ceramika mit der Dichtmasse ARDEX S1-K ab. Dies ist eine einkomponentige Dispersions-Abdichtungsmasse und kann einfach mit einer herkömmlichen Lammfellrolle aufgetragen werden. Nach Trocknung der ersten Schicht, nach ca. 2 Stunden kann dann sehr schnell die erforderliche zweite Schicht aufgetragen werden. „Hinzu kommt: S1-K ist lösemittelfrei und besonders emissionsarm, wie auch die Tricom Dichtbahn“, sagt Ardex-Gebietsleiter Michael Schafranek. 

Die Fliesen verlegten die Handwerker mit ARDEX X 77 Flexmörtel und X 78 Flexkleber auf Zement-Basis – ebenfalls sehr emissionsarme Produkte. „Beide Kleber ermöglichen die Herstellung eines flexiblen Kleberbettes und durch die Faserverstärkung, bringen sie eine zusätzliche Sicherheit mit. Zudem war wichtig, dass sie wasserfest und frostbeständig sind und sich leicht verarbeiten lassen“, so Michael Schafranek.

Hygiene in der Küche 

Um in der Küche hygienische Standards zu gewährleisten, entschied sich der Verarbeitungsbetrieb gegen zementäre Fugen. „In bestimmten Bereichen sind zementäre Fugen nicht ausreichend belastbar oder zu unbeständig“, erklärt Michael Schafranek. Deshalb kam in der Höllentalangerhütte eine Epoxifuge von Ardex zum Einsatz. „Sie besteht aus Harz und Härterkomponente. Epoxifugen von Ardex sind speziell für hochbelastete Bereiche geeignet und gegen Öle, Laugen und viele Säuren sowie gegen chlorhaltige Putzmittel beständig. Außerdem sind diese Produkte hervorragend zu verarbeiten.“ In den weniger sensiblen Bereichen verarbeiteten die Handwerker den Flex-Fugenmörtel ARDEX G8S FLEX 

1-6.

Die „Hölle“ als Schmuckkasterl

Seit August 2015 steht die Tür der Höllentalangerhütte wieder für Bergsteiger offen – auch dank der professionellen Arbeit des Verarbeitungsbetriebs. „Die ‚Neue Hölle’ ist ein Schmuckkasterl geworden“, schreiben die Pächter auf der Internetseite. Und auch Hüttenbetreuer Thomas Gesell ist glücklich, dass die Arbeiten so gut geklappt haben. „Das wird Maßstäbe für den Hüttenbau der Zukunft setzen.“

Über die Höllentalangerhüte

Die Höllentalangerhütte bietet auf der Terrasse Platz für 400 Personen. Bis zu 1500 Tagesgäste können hier verköstigt werden. Für die Übernachtung stehen insgesamt 106 Schlafplätze zur Verfügung, 2 Matratzenlager mit je 23 Plätzen und 10 Sechsbettzimmer. Betreiber ist die Sektion München des Deutschen Alpenvereins. Die Planung des Ersatzbaus lag in der Hand von Homann.Zehl Architekten.

Über Ardex

Die Ardex GmbH ist einer der Weltmarktführer bei hochwertigen bauchemischen Spezialbaustoffen. Als Gesellschaft in Familienbesitz verfolgt das Unternehmen seit mehr als 60 Jahren einen nachhaltigen Wachstumskurs. Die Ardex Gruppe beschäftigt heute über 2.400 Mitarbeiter und ist in mehr als 50 Ländern auf allen Kontinenten präsent, im Kernmarkt Europa nahezu flächendeckend. Mit ihren 13 großen Marken erwirtschaftet Ardex weltweit einen Gesamtumsatz von mehr als 610 Millionen Euro.

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Ardex GmbH
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